manno. da nehm ich mir mal zeit, um fotos hochzuladen, und es klappt einfach ueberhaupt nicht. dh, das hochladen klappt schon, aber es wird von mir erwartet, dass ich einen html-code eingebe, aber ich weiss nicht wo! ich kann doch keine computer programmieren. vielleicht sollte ich dem nille mal adminrechte verschaffen, der koennte das bestimmt hinbiegen.
viel ist passiert. bin immer noch in der driftwood cove bei meinen liebenswerten hosts. immer noch wunderschoen hier mit strand, hunden, allmaehlich reifen erdbeeren (die duerfen nicht zu lange am stiel haengen, sonst werden sie schlecht. aber ich passe zuverlaessig auf, dass das nicht passiert.)
letzten samstag war party!
auf der insel lebt eine taenzerin, die den lasquetions das tanzen beibringt. von allen altersgruppen gibt es also einmal im jahr eine performance. das ganze nimmt man hier gleich zum anlass, eine kostuemfeier drauss zu machen. also tragen alle peruecken oder ballkleider oder beides und tanzen zu country oder electro, je nachdem was dem dj gerade passt. also wirklich alle. von 6 bis 70
jey!
die tanzauffuehrungen waren super. am besten gefallen haben mir die perfomances von vier kleinen jungen (ca 9) und von vier grossen maennern. die jungs haben eine art diebestanz ala mission impossible aufgefuehrt, die maennergruppe war ein seltsamer mix, und beinhaltete bunte tutus und viel getippel auf zehenspitzen. es war herrlich
danach ging es los mit talk and dance, und ich muffel grad noch ein bisschen wegen der countrymusik, als ploetzlich „ding“ von seeed aus den boxen wummert. ich war doch einigermassen ueberrascht, die hier zu hoeren, aber die einheimischen sind voll drauf abgegangen, und ich konnt mich auch nicht mehr halten
hab dann rausgefunden, dass die taenzerin/tanzlehrerin/dj 2 wochen in berlin verbracht hat, und daher kommt wohl die musik. war superlustig, die ganzen leute zu diesem himmelschreiend bloeden text hopsen zu sehen.
ja, die nacht ging dann so weiter, mit immer noch nem bier und immer noch ner anderen mitfahrgelegenheit organisieren, damit ich immer noch ein bisschen laenger bleiben konnte ( die insel ist lang und schmal und es sind ca. 13 km von driftwood cove bis zur com. hall)
war gegen halb2 zuhause, nachdem ich voellig besoffen im auto mit einer mutter und deren tochter mitgefahren war. wir haben uns wohl ueber franzoesich als fremdsprache unterhalten, aber die haelfte des gesagten ging irgendwie in gehirnmatsch und carnoise unter.
heute war ich fuer meine hosts einkaufen. da es hierher keine autofaehre gibt, funktioniert das foodshopping hier etwas anders. man bestellt am tag vorher telefonisch bei einem lager auf vancouver island, was man haben moechte. am naechsten nachmittag kommt die bestellung mit der faehre an, und man muss hin, um sie abzuholen. da meine hosts beide schwer beschaeftigte und obendrein frustrierte programmschreiber sind (frustration scheint zum job zu gehoeren, denn ich hoere jo den ganzen tag fluchen, essen oder mit den fingern auf den tisch trommeln), bot ich mich also an, zur faehre zu fahren und die groceries abzuholen.
gesagt getan. auf dieser insel faehrt jeder grundsaetzlich schrottautos am absoluten limit. so auch dieser jeep. es gab schon momente, da war ich der verzweiflung naeher als sonstwas. aber es ging.
den einen huegel, auf dem direkt nach der erste haelfte der motor absoff, meisterte ich irgendwie anders als sonst. von wegen ‚im parkhaus am hang anfahren ueben‘ nene, nicht mit diesem auto. es begann schon verbrannt zu stinken, denn der wagen wollte einfach nicht den berg hoch und soff permanent ab. ich hab mich dann rueckwaerts rollen lassen, bis ich wieder auf gerader erde war, und bin erneut angefahren.
das ferrydock ist ziemlich klein, und als ich endlich da war und wenden wollte, liess sich der verdammte rueckwaertsgang nicht einlegen! nach drei minuten hab ich ihn dann gefunden, und alles war ok. naja, kleines abenteuer. hab es heil und schlaglochgeschuettelt nach hause geschafft.
gestern hab ich zusammen mit brigitte und den hunden eine kleine radtour gemacht und wir haben bob besucht. bob ist ein potpflanzender kuenstler. bob ist ziemlich cool.
bob ist auch schon aelter. aber ziemlich ziemlich cool. bob hatte mal ein haus. das haus stand (zum teil) auf eidechsengeformten saeulen aus beton. denn bob ist ein betonkuenstler, und formt alles moegliche aus dem zeug, und zwar ungefaehr auf dem niveau der ‚herr der ringe-’set arbeiter. er ist ein genie.
jedenfalls hat er 10 jahre an diesem haus gebaut. und eines morgens kam er hin und sah nur schwarzes holz und qualmende baeume. denn sein haus war leider abgebrannt, ueber nacht, einfach so.
keiner weiss wies geschah, aber es muss ein wunderschoenes haus gewesen sein. allein seine plumpsklohaeuschen sehen schon aus wie kleine palaeste.
und jetzt, immer wenn jemand bob trifft, denkt er bei sich ‚hab ich den herd ausgemacht?‘
armer bob. aber er baut jetzt wohl ein neues haus.
jap, und mit bob werd ich auch noch ein bisschen zeit verbringen. und dann gehts nach tofino und zur sunshinecoast und nach whistler und so weiter. hab so viel noch nicht gesehen, und hier trotzdem nicht das gefuehl, dass ich unbedingt irgendwo anders hin muss. koennte hier wohl leben. zumindest fuer ne weile. jey! hippieleben! gemuese anpflanzen und erdbeeren essen und rasenmaehen, und klohaeuschen gestalten!
es gibt jemanden auf der insel, der einen kalender mit bildern von klohaeuschen zusammenstellt. ja, hier sind die leute in der tat sehr sympatisch.
hab ein paar bilder rausgeschickt, aber aus irgendeinem grund kann ich nicht alle senden, die ich senden wollte. aber vielleicht kriegt nille ja was raus von wegen html dings
so, ich muss rocken. bin muede und muss noch waesche aufhaengen usw. uff. koennt mal wieder einen freien tag gebrauchen. immerhin werd ich hier schoen sportlich…naja. immerhin sportlicher als noch in berlin
allerliebste gruesse
laura